Was kommt nach der NAMM 2026 für RightOn! Straps?
Anpassung als Schlüssel für die Zukunft
Einleitung: Stolz und Herausforderung
Nach der NAMM 2026 ist für mich klar: Anpassung ist der Schlüssel zu den kommenden Veränderungen. Ich fühle mich gleichzeitig stolz und herausgefordert.
Die Gespräche mit Distributoren weltweit waren motivierend, aber auch sehr anspruchsvoll.
Die stolze Seite
- Es ist offensichtlich geworden, dass Gitarrengurte kein „kleines Zubehör“ mehr sind.
- Spieler achten auf Komfort, Stil, Identität, Nachhaltigkeit und Qualität.
- Ein guter Gurt ist Teil der Instrumentenerfahrung und keine Nebensache mehr.
Die herausfordernde Seite
- Der Markt erwartet ein deutlich höheres Maß an Professionalität von den Marken.
- Inhalte, Preiskonsistenz und Logistik sind wichtiger denn je.
- Distributoren brauchen Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Klarheit, nicht nur “Neuheiten”.
Ich spüre die Verantwortung, unsere Marke konsistent zu halten, während sich die Welt um sie herum weiterentwickelt.
Meine Erwartung: weniger Abkürzungen, mehr Partnerschaft
Ich bin überzeugt, dass die nächste Phase der Gitarrenbranche jene Marken belohnt, die sich wie langfristige Partner verhalten.
- Datenbasierte Orientierung (was sich wo und warum verkauft).
- Intelligenterer Sortimentaufbau (nicht nur mehr Produkte).
- Verlässliche Verfügbarkeit (weniger Lücken, weniger Überraschungen).
- Schutz der Marge (die “Rabattfalle” vermeiden).
- Storytelling, das beim Verkaufen hilft (nicht nur optisch beeindruckt).
In vielen Märkten erlebe ich Distributoren, die möchten, dass Marken die Verantwortung teilen: nicht nur “hier ist das Produkt”, sondern auch “so gewinnen wir gemeinsam damit”.
Veränderungen, die ich als Hersteller vorbereite
So denke ich über Anpassung nach der NAMM 2026 nach:
1. Bestseller unübersehbar machen
Kernprodukte müssen immer verfügbar sein, sich leicht nachbestellen lassen und klar präsentiert werden.
2. Produktinformationen wie ein eigenes Produkt behandeln
Fotos, Namen, Beschreibungen und Anwendungsfälle sind keine reinen Marketing-Extras mehr. Sie sind Teil der Vertriebsinfrastruktur.
3. Regionale Sortimente aufbauen
Ein globaler Katalog ist gut, aber Kaufentscheidungen sind lokal. Ich muss je Markt den passenden Mix empfehlen, statt überall dieselbe Liste anzubieten.
4. Händler mit Werkzeugen unterstützen, nicht nur mit Kartons
Besseres Merchandising, Schulungsunterlagen, einfache “Top-10”-Strukturen und eine klare Kategorisierung, die den Verkauf erleichtert.
5. Innovation fokussiert halten
Innovation muss sinnvoll sein: echter Komfortgewinn, Material-Storytelling, künstlerische Relevanz und nachvollziehbare Farbkonzepte – keine Innovation um ihrer selbst willen.
Worauf ich optimistisch blicke
Ich bin optimistisch, weil Musik beständig und zutiefst persönlich ist. Wenn die Welt instabil wirkt, spielen die Menschen trotzdem weiter.
Sie kaufen weiterhin Equipment, das ihnen hilft, sich mit ihrer eigenen Identität zu verbinden. Außerdem spüre ich eine stärkere Nachfrage nach:
- Authentizität statt leerem Hype.
- Produkten, die “für die Ewigkeit gebaut” wirken.
- Marken mit klarer Haltung.
- Artikeln, die ausdrucksstark und zugleich praktisch sind.
Ein Gurt ist ein funktionales Produkt, aber er transportiert auch Identität. Das macht ihn besonders kraftvoll.
Abschließender Gedanke: Beständigkeit durch Anpassung
Nach der NAMM 2026 glaube ich nicht, dass die Zukunft dem größten Katalog oder dem lautesten Launch gehört.
Ich denke, sie gehört den Marken und Partnern, die durch intelligente Anpassung Stabilität schaffen.
Ich erwarte einen Markt, der von uns verlangt, klarer, schneller und menschlicher zu sein. Und ehrlich gesagt fühle ich mich nach den Gesprächen mit Distributoren weltweit bereit dafür.
